Other News

Fallstrick Sozialreputation

Eisenegger bei ikp_klein

ECRS Vorstand Dr. Mark Eisenegger referierte am 20.November 2007 in Wien zum Thema Chancen und Risiken von Personalisierungsstrategien und CSR-Aktivitäten: „Eine positive Gesamtreputation lebt von starker Wirtschaftsreputation.“

 

Wien. Personalisierungsstrategien und Corporate Social Responsibility-Aktivitäten rücken immer mehr in den Fokus der Unternehmenskommunikation. Dass dies aber nicht nur mit Chancen, sondern auch Risiken verbunden ist, wird gerne vergessen, wie Mark Eisenegger anlässlich des zweiten „kom.update bei ikp“ erörterte: „Der Ruf eines Unternehmens beeinflusst ganz klar seine Wirtschaftskraft“, so Eisenegger. „Ziel ist es daher, den eigenen Ruf positiv zu managen und daraus einen Wertschöpfungsfaktor zu machen. Auf Sozialreputation und Personalisierung zu setzen, ist nicht generell als schlechter Weg abzutun. Es ist aber ein Balanceakt, der viel Professionalität und Fingerspitzengefühl erfordert“, stellte der Wissenschafter klar.

Eisenegger ist der Auffassung, dass es für Unternehmen weitaus zielführender sei, sich auf einen positiven wirtschaftlichen Auftritt zu konzentrieren, als das eigene soziale Engagement an die große Glocke zu hängen. „Eine positive Gesamtreputation lebt immer noch primär von einer starken Wirtschaftsreputation.“ Wahllos eingesetzte Corporate Social Responsibility-Aktivitäten seien eher kontraproduktiv und ein allzu moralischer Auftritt nach außen lasse die Glaubwürdigkeit des Unternehmes eher sinken, unterstrich Eisenegger.
Starkult gefährdet Reputation
Auch in Bezug auf Personalisierungsstrategien in der Unternehmenskommunikation machte der Experte auf diverse Fallstricke aufmerksam: „Zu viel Starkult um eine Person, macht die Reputation eines Unternehmens verletzlich, statt sie zu stärken. Deshalb sollte man sich immer auf mehrere Köpfe stützen.“

Geheimnis des guten Rufs

Für den Kommunikationsexperten steht jedenfalls fest, dass das Geheimnis des guten Unternehmensrufs auf den drei Ebenen der funktionalen, der sozialen und der expressiven Reputation verankert ist. Um positive Wirkungen zu erzielen, müssten Erwartungs-Management und Identitäts-Management im Gleichgewicht stehen. „Es gilt, funktionale und soziale Erwartungen zentraler Stakeholder zu erfüllen, und dies relativ besser als die direkten Konkurrenten und ohne dabei der eigenen Identität untreu zu werden“, erklärte Eisenegger abschließend.

 



 

Joachim Klewes verstärkt ECRS Beirat

Joachim Klewes

Das European Centre for Reputation Studies (ECRS) baut seine wissenschaftliche und praktische Kompetenz aus: Prof. Dr. Joachim Klewes, Senior Partner und Mitbegründer der Kommunikationsberatung PLEON, wird das Institut in Zukunft als Beirat unterstützen.

more...

 

ECRS Symposium in Zürich: Reputation als entscheidender Wettbewerbsvorteil

Auf dem zweiten Symposium des European Centre for Reputation Studies (ECRS) diskutierten Experten und Praktiker über Reputation als entscheidenden Erfolgsfaktor in Wirtschaft, Öffentlichkeit und Politik. Die Teilnehmer waren sich einig:
Keine Branche kann es sich heute mehr leisten, auf aktives Reputationsmanagement zu verzichten.

more...